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Programmschwerpunkt „Demokratie“ im Veranstaltungsjahr 2018

2018 ist ein Gedenk- und Erinnerungsjahr. In Österreich wird unter anderem der 100. Jahrestag der Gründung der Ersten Republik gefeiert und des Anschlusses Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland sowie des Novemberpogroms 1938 gedacht. 
Die Stadtgemeinde Amstetten hat für das Veranstaltungsjahr 2018 daher den Programmschwerpunkt „Demokratie“ ausgerufen und ein umfangreiches und  vielfältiges Angebot zusammengestellt. 
„Wir haben diese Ereignisse zum Anlass genommen, uns intensiv mit der Geschichte und der Demokratie auseinanderzusetzen. Denn sie machen klar, dass Demokratie auch in unseren Breiten keineswegs selbstverständlich ist und immer wieder aufs Neue darauf hingewiesen und für den Erhalt eingetreten werden muss. Demokratie ist ein beständiger Prozess, der nur funktioniert, wenn sich viele Menschen daran beteiligen – z.B. in der Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts – und den Wert der Demokratie erkennen“, betont Kulturstadträtin NR Vzbgm. Ulrike Königsberger-Ludwig die Intention des Jahresmottos. 
Auch für Bürgermeisterin Ursula Puchebner stellt das heurige Jahr einen wichtigen Anlass dar, den Wert unserer Demokratie wieder stärker ins Bewusstsein zu holen: „Demokratie betrifft Fragen, die uns alle beschäftigen. Nicht nur auf nationaler Ebene oder in der Gemeinde, sondern selbst in der Familie geht es darum, mit unterschiedlichen Interessen umzugehen und Kompromisse zu schließen.“ 

Vortragsreihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“

Eine eigens konzipierte Reihe von sechs Vorträgen, in denen renommierte WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, wird die Gedenkanlässe mit Fragen nach der Entwicklung der österreichischen Demokratie verknüpfen:
So wird Dr. Gerhard Ziskovsky der Frage nachgehen, was die 1918 erfolgte Demokratisierung auf lokaler Ebene bedeutet hat. Dr. Stefan Eminger (NÖ Landesarchiv) wird am Beispiel Niederösterreichs ergründen, warum die erste österreichische Republik scheiterte. 
Dr. Thomas Buchner (Stadtarchiv Amstetten) thematisiert das Jahr 1938 in Amstetten und damit den „Anschluss“ und das Novemberpogrom auf lokaler Ebene. Die neuesten Erkenntnisse zur Anstalt Mauer-Öhling im Dritten Reich werden von Dr. Philipp Mettauer (Institut für jüdische Geschichte Österreichs) präsentiert. Dr. Irene Bandhauer-Schöffmann (Univ. Wien) hinterfragt Österreichs Zweite Republik aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive und Mag. Patrick Danter (Verein Sapere Aude, Wien) bietet auf Grundlage mehrjähriger Erfahrung in der Demokratiearbeit mit jungen Menschen eine Reflexion zum aktuellen Stand der Demokratie in Österreich.

Schulworkshops

Weiters bilden Demokratieworkshops einen Schwerpunkt des heurigen Jahres. Seit Jänner führt der Verein Sapere Aude an acht Amstettner Schulen ein- bis zweitägige Workshops durch. Ziel dieser vom Kulturforum NÖ geförderten Workshops ist es einerseits, Meinungen und Überlegungen der Amstettner Jugend zum Thema Demokratie einzufangen, andererseits aber auch das Verständnis und das Engagement für die Demokratie zu fördern.

BürgerInnenbeteiligungsprojekt 

Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler sollen sich Gedanken zu unserer Regierungsform machen. Vielmehr soll die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit zur Teilnahme haben und ihre Meinung und ihre Wünsche zum Stand bzw. zur Entwicklung der Demokratie kundtun. Dies kann in einem formlosen mail an t.buchner@amstetten.at genauso erfolgen wie mittels Postabschnitt, der der aktuellen AmPuls entnommen werden kann.

Kunst im öffentlichen Raum

Die Ergebnisse der Schulworkshops und der Statements aus der Bevölkerung werden – natürlich anonymisiert – Eingang in die Neugestaltung der Displays in der Amstettner Innenstadt finden, die von  Mag. Heiner Brachner und  Dr. Manfred Wohlfahrt (†) konzipiert wurden und im Rahmen der Kulturwochen am 21. November 2018 um 19:00 Uhr im Rathaussaal Amstetten präsentiert werden. Damit soll, auch über das Jahr 2018 hinaus, die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Demokratie im öffentlichen Raum gegeben sein.

 

 

 

Im Rahmen der Veranstaltungen können durch die oder im Auftrag der Stadtgemeinde Amstetten Fotografien und / oder Filme erstellt werden. Mit dem Besuch der Veranstaltungen nehmen die BesucherInnen zur Kenntnis, dass Fotografien und Videomaterial auf denen sie abgebildet sind, zur Berichterstattung verwendet und in den Medien veröffentlicht werden.

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